Kurzinfo über Rum


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Ursprung
 
Rum bildet ein zentrales Produkt der karibischen und lateinamerikanischen Kultur. Er wurde von „Père La Batte“ bereits im Jahr 1667 erwähnt und existiert somit mindestens seit diesem Zeitpunkt. Die Rumherstellungstechniken haben sich seitdem weiterentwickelt und die Qualität der Alkohole ständig verfeinert.
 
Rum wird in den meisten Ländern Südamerikas und der Karaibischen Inseln erzeugt. Es gibt eine breite Palette verschiedener Sorten, die typisch für das jeweilige ursprüngliche Anbaugebiet sind. Einige Rumsorten dieser Gegend zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Qualität und eine Aroma- und Geschmacksvielfalt aus, die leicht mit den großen Armagnacs oder Cognacs mithalten kann. Jamaika, Barbados, Venezuela, es existieren immer noch einige unabhängige Brennereien, die von der Umwelt abgeschnitten verloren in den Rohrzuckerfeldern dieser Inseln oder Länder Lateinamerikas liegen und die den Rum ihres Gebiets, ihrer Zuckerrohrplantage, selber brennen und langsam ablaufenden Alterungsprozessen unterziehen.
 
Foto: Reimund Hübner
 
Destillation
 
Der frisch geschnittene Rohrzucker wird zum Extrahieren seines Safts gepresst und zerkleinert. Dieser Saft wird langsam erhitzt, um sich entweder zu Melasse umzuformen, oder man lässt ihn gären und erhält so Zuckerrohrsaft. Diese Zutaten werden danach zum Destillieren in einen Kessel gegeben. Die Rohrzuckerreste werden traditionsgemäß als Brennstoff verwendet. Rhum agricole wird Rum genannt, der auf den französischen Antillen hergestellt wird. Er unterscheidet sich vorrangig von normalem Rum durch seine Herstellung aus frischem Zuckerrohrsaft. Diverse weitere Hersteller benutzen ebenso dieses Verfahren, z.B. Ron Botran oder Ron Zacapa aus Guatemala.
 
Je nach Plantage und Herkunftsland können zwei verschiedene Destillationsprozesse angewendet werden: der über 700 Jahre alte traditionelle Destillierkolben (Alambic genannt) zur Herstellung eines lieblichen und wohlriechenden Rums, oder die zu Beginn des 19. Jahrhunderts erfundene Destillierkolonne, mit der leichte, elegante Rumsorten produziert werden. Beim Erwärmen werden die Alkoholdämpfe der Flüssigkeit zunächst freigesetzt, um sich anschließend beim Abkühlen zu kondensieren. Dieses reine und sehr parfümierte Destillat trägt jetzt die Bezeichnung Rum.
 
Reifung im Holzfaß
 
Der aus der Destillation kommende Rum wird in Fässer abgefüllt. Gewöhnlich handelt es sich hierbei um bereits gebrauchte Fässer: sie sind zumeist aus Eiche und können bereits zur Alterung anderer Spirituosen gedient haben, wie zum Beispiel Bourbon, Cognac, Sherry. Sie stammen aus den unterschiedlichsten Regionen, was dem Rum seinen ausgeprägten Charakter verleiht.
 
Rum wird im Tropenklima im Schatten hundertjähriger Fasslager mehrere Jahre lang gealtert und verfeinert. Dank des besonderen Klimas der Karibik kann der Rum seine Aromen voll entfalten. Er verliert aufgrund der Wärme jedes Jahr durch die Alkoholverdunstung bis zu 12 % seines Volumens. Dieses bedeutende als „Anteil der Engel“ bezeichnete Volumen dient zur Beschleunigung des Alterungsprozesses des Rums sowie zur vollen Ausbreitung seiner typischen Aromen. Dann wird sein Alkoholgehalt zum geeigneten Konsum reduziert.
 


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